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Regeln, Risiken, Rock’n’Roll: Was FiDA & Co. jetzt anstoßen

Regulatorik und Sicherheit – klingt erstmal nach trockener Kost? Nicht mit uns! Denn hinter den neuesten Vorschriften und Sicherheitsstandards steckt eine Menge Bewegung, Innovation und manchmal auch ein bisschen Spannung. In dieser Ausgabe widmen wir uns gleich zwei Themen, die aktuell für ordentlich Gesprächsstoff sorgen: Zum einen geht’s um FiDA, das neue Regelwerk, das die Finanzwelt kräftig umkrempeln könnte. Zum anderen beleuchten wir die Strong Customer Authentication (SCA) – warum sie weit mehr ist als nur ein weiterer Check im Login-Prozess und wie sie Vertrauen zum Wettbewerbsvorteil macht.

FiDA: Open Finance ohne Bürokratie-Blues

FiDA klingt wie der Name eines neuen Fintech-Start-ups, ist aber eine EU-Verordnung, die Europas Finanzdaten einmal ordentlich aufräumen soll. Statt nur „Open Banking“ zu praktizieren, öffnet FiDA die Tür zu echtem Open Finance – von Konten über Kredite bis hin zu Versicherungen und Wertpapieren.

Der aktuelle Stand bei der EU- Financial Data Access (FiDA) Verordnung ist, dass die Trilog-Verhandlungen (zwischen Rat, Parlament und Kommission) laufen – ursprünglich mit dem Ziel, die Verordnung bis Ende 2025 abzuschließen, wobei die genauen Details, Fristen und der finale Text noch offen sind. Dennoch wird der Prozess trotz anfänglicher Diskussionen über einen Rückzug fortgesetzt und die Verordnung, einmal in Kraft gesetzt, die Finanz- und Versicherungsbranche stark beeinflussen.

Was es mit all dem auf sich hat, welche Datenkategorien betroffen sind und warum das Ganze deutlich spannender ist als es auf den ersten Blick klingt, steht im ausführlichen FiDA-Artikel zur Verfügung – perfekt für alle, die Regulierung nicht nur abhaken, sondern verstehen (und vielleicht sogar ein bisschen mögen) wollen.

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SCA: Zwei Faktoren, die Betrüger zum Heulen bringen

Die Digitalisierung hat Zahlungen zum Kinderspiel gemacht – leider auch für Cyber-Betrüger. Die EU konterte 2018 mit PSD2 und führte Strong Customer Authentication (SCA) ein: Zwei unabhängige Faktoren (Wissen wie PIN, Besitz wie Smartphone, Inhärenz wie Fingerabdruck) müssen bei jeder Online-Transaktion passen, um Missbrauch zu wirksam zu unterbinden.

SCA hat die Fraud-Raten bei Kartenzahlungen tatsächlich massiv gesenkt – SCA-Transaktionen sind deutlich sicherer als die ohne – und gibt Nutzern mehr Vertrauen, während dei Banken compliant bleiben. Seit PSD2 hat SCA Fraud bei Karten-Zahlungen um bis zu 85% gesenkt in manchen Märkten – Betrüger weinen, Nutzer feiern.

Wie genau die Faktoren-Kombo funktioniert, welche Ausnahmen es gibt und warum SCA mehr ist als nur “Noch-ein-Passwort”?

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Von Tontafeln zu Echtzeittransfers: Sichere Zahlungen im Wandel der Zeit

Die verlässliche und nachvollziehbare Abwicklung von Zahlungen ist seit jeher eine zentrale Voraussetzung für funktionierenden Handel. So alt wie der Austausch von Waren selbst, hat auch die Kunst, Geldtransaktionen zu sichern, im Laufe der Geschichte viele Wandlungen durchlaufen. Begeben wir uns auf eine kleine Zeitreise!

  • Antike Hochkulturen: Zahlungen wurden durch Quittungen, Schuldscheine und Tempelinstitutionen abgesichert. Die schriftliche Fixierung schuf Vertrauen und reduzierte Streitfälle.
  • Griechenland und Rom: Bankiers verwahrten Gelder, führten Konten und ermöglichten bargeldlose Übertragungen. So wurden Bargeldtransporte und Falschgeldrisiken schon damals minimiert.
  • Mittelalter: Der Wechselbrief erlaubte sichere Fernzahlungen ohne Bargeld. Handelsgilden und Stadtrechte regelten seine Nutzung und sorgten für Verbindlichkeit.
  • Frühe Neuzeit: Banken professionalisierten den Zahlungsverkehr; Wechsel, Schecks und doppelte Buchführung erhöhten Sicherheit und Nachvollziehbarkeit. Einheitlichere Währungen reduzierten weitere Risiken.
  • 19.–20. Jahrhundert: Moderne Banken, telegrafische und elektronische Überweisungen sowie Kreditkarten machten Transaktionen schneller und sicherer. Zentralbanken stabilisierten Währungen.
  • Digitale Moderne: Verschlüsselung, starke Authentifizierung, Echtzeitüberweisungen und globale Netzwerke wie SWIFT sichern heutige Zahlungen. Digitale Wallets und Blockchain erweitern die Möglichkeiten.

FiDA – Wo wir heute stehen

2025 war das Thema FiDA Schauplatz intensiver Debatten und heftiger Richtungswechsel. Immer wieder verunsicherten wechselnde politische Positionen, neue Gesetzesentwürfe und hitzige öffentliche Diskussionen Unternehmen wie Bürger gleichermaßen. Die Frage, wie Finanzdaten künftig zugänglich gemacht und genutzt werden dürfen, stand und steht nach wie vor im Mittelpunkt — und sorgte für Verwirrung, Erwartungsdruck und breite Unsicherheit. Eine Momentaufnahme:

  • Verhandlungen: Die Trilog-Verhandlungen sind in vollem Gange. Das ursprüngliche Ziel war, bis Ende 2025 eine Einigung zu erzielen.
  • Zeitplan: Die Verabschiedung war für Ende 2025 vorgesehen, erfolgte jedoch nicht. Ein mögliches Inkrafttreten sowie der Beginn der Anwendung werden weiterhin frühestens für 2027 erwartet.
  • Unsicherheit: Der genaue Wortlaut, der Umfang und die Umsetzungsfristen sind noch nicht final festgelegt, was die Planung für Institute erschwert.
  • Branchenfokus: FiDA wird den Datenaustausch in der gesamten Finanzbranche, einschließlich Banken, Zahlungsdienstleistern, Versicherungen und Altersvorsorgeeinrichtungen, neu gestalten.
  • Strategische Bedeutung: Obwohl es Verzögerungen gab, bleibt FiDA ein wichtiges Thema, das Finanzinstitute zu strategischen Vorbereitungen und zur Nutzung von “Open Finance”-Chancen motiviert.

Und hier noch ein paar FunFacts zur FiDA

  • In internen EU-Meetings wurde FiDA angeblich mehrfach versehentlich als „FIDA“, „Fida“ oder „FidA“ geschrieben. Kurz: Die Regulierung hatte direkt eine kleine Identitätskrise.
  • In Tech-Konferenzen wurde FiDA schon als „die große Schwester von PSD2“ vorgestellt. Ob PSD2 das genauso sieht, ist unklar.
  • Es gibt Fachleute, die FiDA liebevoll „den Daten-Staubsauger mit TÜV-Plakette“ nennen.

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