Handel im Internet ist in der Regel ein Geschäft mit Unbekannten – und das birgt Risiken, denen es zu begegnen gilt, wenn man nicht unter die Räder kommen möchte. Mehr noch: Das Wettbewerbsumfeld ist hart und die Kunden sind anspruchsvoll. Wer seine potenziellen Käufer nicht mit überbordenden Onboarding- und Verifizierungsverfahren schon zu Beginn der Transaktion vergrätzen möchte und im Checkout am anderen Ende nicht durch das Fehlen einer bestimmten Bezahlmethode für zusätzlichen Frust beim Kunden sorgen möchte, sollte unbedingt weiterlesen.
Bevor der Internethandel in den 90er Jahren so richtig Fahrt aufnahm, gab es schon eine weit verbreitete, unpersönliche Verkaufsform: den Katalogverkauf. Der Versandhändler ging hier, sofern er nicht nach dem Prinzip „Geld gegen Ware“ handelte, ein gewisses Risiko ein. Das ist heute im Online-Handel nicht anders: Auch hier handelt es sich um eine dem Wesen nach anonyme Transaktion, bei der der Händler üblicherweise in Vorleistung geht. Das Verfahren ist obendrein fehler- und betrugsanfällig. Immerhin: Wenn auf Käuferseite falsche Angaben gemacht werden, muss das nicht immer in böswilliger Absicht geschehen. Ein klassischer Vertipper ist schnell passiert; oder beim Copy & Paste der IBAN wurde beispielsweise versehentlich die letzte Zahl nicht mitgenommen.
In beiden Fällen sind die Auswirkungen für alle Beteiligten unangenehm. Die Transaktion kommt nicht zustande, was zunächst einmal den Kunden ärgert, da er seinen Kauf nicht abschließen kann. Für den Händler bedeutet das im Falle eines Betruges einen Schaden und Reputationsverlust und – egal ob Betrugsversuch oder Vertipper – muss er darüber hinaus erheblichen Aufwand betreiben, um die fehlerhaften Angaben in seinem System zu korrigieren.
Was also kann ein Online-Händler tun, wenn er nicht auf Vorkasse bestehen möchte und seinen Kunden eine breite Auswahl an Bezahlmöglichkeiten, darunter unter anderem das beliebte SEPA-Lastschriftverfahren oder einen Online-Kredit anbieten möchte?
Finanzinformationen als Schlüssel
Käufer, die im Internet Geschäfte tätigen möchten, müssen ihre Kontodaten preisgeben. Die vor allem in den Konto-Transaktionen verborgenen Informationen können über viele Aspekte des unbekannten Kunden Auskunft geben – wenn man auf der Empfängerseite an diese Daten herankommt, sie richtig liest und nutzt. So lassen sich potenzielle Gefahren wie Cyberkriminalität, Datenschutzverletzungen oder Betrug frühzeitig erkennen und abwehren.
Dazu benötigt man zunächst einmal Zugriff auf die Finanzdaten des potenziellen Kunden, und das möglichst in Echtzeit. Das geht natürlich nur, wenn der Nutzer zuvor explizit zugestimmt hat, seine Daten mit Drittanbietern zu teilen. Eine weitere Hürde ist, dass der Zugriff nur autorisierten und regulierten Unternehmen gewährt wird – wie beispielsweise Qwist.
Danach gilt es – ebenfalls idealerweise in Echtzeit – zu überprüfen, ob die angegebene Identität mit den hinterlegten Kontodaten übereinstimmt. Ist erst einmal geklärt, mit wem man es zu tun hat, ist die Prüfung der Kreditwürdigkeit des Kunden der nächste logische Schritt: Anhand der Transaktionen auf dem abgefragten Konto lassen sich Einsichten in das Finanz- und Risikoverhalten, den aktuellen Finanzstatus und die Zahlungsfähigkeit gewinnen. Moderne KI-gestützte Verifizierungslösungen liefern hierbei meist weitaus detailreichere Informationen als herkömmliche Auskunfteien wie beispielsweise die Schufa.
Online-Kredite als Umsatz-Booster
Banken, die Kredite vergeben, gehen hier übrigens nicht anders vor: Die Bonitätsprüfung des Antragstellers ist auch hier von essentieller Bedeutung. Allerdings werden Kredite heute längst nicht mehr ausschließlich bei einer Bank nachgefragt: Online-Shopper setzen heute beim Kauf von sehr hochpreisigen Produkten wie Schmuck oder Designer-Möbeln oder einfach nur umfangreichen Warenkörben voraus, dass sie direkt in Shop einen Kredit für die Finanzierung nicht nur beantragen können, sondern auch nahezu in Echtzeit bewilligt zu bekommen. Ein Umstand, den Online-Händler nicht unterschätzen sollten: Die Bereitstellung einer breiten Palette an Zahlungsoptionen ist entscheidend, um den unterschiedlichen Präferenzen der Besucher gerecht zu werden. Fehlt die bevorzugte Zahlungsmethode, brechen potenzielle Käufer den Einkauf sehr oft ab.
Eine direkt in den Shop integrierte Online-Finanzierung bringt für Käufer und Händler eine ganze Reihe von Vorteilen: Der Kunde kann für seine hochpreisigen Waren direkt und ohne Medienbruch noch im Shop einen Online-Kredit beantragen und erhält nahezu in Echtzeit einen Bescheid über seinen Antrag. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Kauf auch abgeschlossen wird. Der Händler kann sich so neue Käuferschichten erschließen und bestehende Kunden damit besser an sich binden. Der Abverkauf teurer Produkte und umfangreicherer Warenkörbe sorgt natürlich auch für mehr Umsatz, nicht zuletzt dank besserer Möglichkeiten zum Cross- und Upselling. Im hart umkämpften Online-Handel kann das Angebot einer attraktiven Online-Finanzierung mit namhaften Banken im Hintergrund ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Die Zusammenarbeit mit genau diesen Banken vermindert im Übrigen für die Händler das Zahlungsausfallrisiko – womit sich der Kreis schließt und wir wieder bei den Maßnahmen zur Risikominimierung sind, die für Online-Händler und Banken gleichermaßen bedeutend sind.
Erfahrene Partner für eine problemlose Umsetzung
Klingt alles sehr kompliziert und nach erheblichem Aufwand? Das muss aber nicht sein – wer seinen Shop fit für die Zukunft machen möchte und seine Kunden vom Onboarding bis zum Checkout rundum glücklich machen möchte, kann auf die Hilfe erfahrener Branchen-Experten wie Qwist zurückgreifen. Qwist deckt das gesamte Ökosystem der Open-Finance-Welt ab und bietet Produkte für alle wichtigen Nutzer und Bedürfnisse.
Mit Financial Ident Verification können Händler durch Zugriff auf das Bankkonto eines Kaufinteressenten in Echtzeit nahtlos die Kontoinhaberschaft verifizieren und so eine schnelle und sichere Kundenanbindung gewährleisten. Als reguliertes Finanzinstitut ist Qwist berechtigt, dem E-Commerce Daten zu liefern, auch wenn die Händler selbst keine Lizenz haben.
Auch für die Optimierung des Checkouts hat Qwist eine überzeugende Lösung im Portfolio: Die Financing Platform verbindet digitale Einzelhändler und Marktplätze nahtlos mit führenden Banken und erleichtert den sofortigen Zugang zu einer Vielzahl von Finanzierungsprodukten, damit sich Kunden den Kauf hochpreisiger Waren mittels Kreditantrag direkt im Shop auch leisten können.
Es ist also möglich, die wachsenden Ansprüche der Kunden zu befriedigen und gleichzeitig das Risiko, das beim Handel mit Unbekannten entsteht, effektiv zu minimieren – mit dem richtigen Partner aus der FinTech-Welt an der Seite.
Vom Onboarding bis zum Checkout bestens aufgestellt mit Qwist: Für mehr Informationen zu unseren Lösungen “an beiden Enden”
Klicken Sie einfach hier


